©2018 Béatrice Schafer

Wozu „Anstiftung zum Selbstdenken!“?

Bevor ich auf diese Frage eine nur annähernde Antwort abgebe,

so scheint es mir ein Anliegen wie ich selbst das

„Selbstdenken“ begreife. Hierzu beginne ich am Anfang

unseres biologischen Erbes: Bei der menschlichen Zelle.

Diese enthält eine der bekanntesten Information über uns selbst –

Die Desoxyribonukleinsäure; kurz die DNA.

Sie enthält die menschliche Essenz, mit all‘den Prägungen,

den Sehnsüchten, den ungestillten Bedürfnissen und Wünschen,

den Seelenschmerzen. Selbst Unausgesprochenes oder

Geheimnisse der Vergangenheit sind darin abgespeichert.

Ebenso finden sich darin reichhaltige Schätze,

die zu einem gelingenden Leben führen. 

Unsere Zellen haben daher ein ausserordentlich gutes Gedächtnis

und wollen sich erinnern.

 

Die meiste Zeit verbringt der Mensch damit einem Idealbild gerecht zu werden, dass er selten bis nie erreicht und wenn, dann erfordert dies einen hohen Tribut: Dem Verlust seiner menschlichen Essenz. 

Das Ablegen von Masken, das Verlassen von alten Rollen und dem Abschaben von alten Verkrustungen führt dazu, dass der Mensch sein komplexes Dasein so erfassen kann, um in die Tiefe seiner Essenz zu tauchen und allmählich damit beginnt sich selber zu entdecken und zu erfahren. Gelingt dies, so kann er seine Vielfalt an die Oberfläche transferieren, damit ein gelingendes Leben wahrscheinlicher wird. Dieser Prozess findet selten linear statt, viel mehr wellenförmig, schrauben- oder wehenartig, so wie es der DNA-Struktur, einer sogenannten Helix-Struktur, entspricht. Ein natürlicher Prozess, weil alles aus dem Innern des Menschen gedeiht.

 

Hinab in die dunkelsten Abgründe, der eigenen menschlichen Essenz vorzudringen, erfordert Neugier auf das Leben und die Neugier auf das Innere in sich selbst. Ein kindliches Experimentieren und Staunen, dem Mut zu Risiken, radikale Ehrlichkeit zu sich selbst und eine ausgesprochen hohe Selbstreflexion. Gleichzeitig die innere Bereitschaft sich selbst zu betrachten und zu begegnen. Ohne menschliche Abgründe gibt es keine erlebte Tiefe, und ohne Tiefe fehlt der Sinn im eigenen Leben.

SelberDenken garantiert kein Glück, kein Erfolg, keine Millionen auf dem Konto, so auch keine Gesundheit. Es beruht eher auf ganz einfachen Prinzipien, um ein gelingendes Leben wahrscheinlicher zu machen. Selberdenken ist ein Tanz zwischen verschiedenen Welten, um der Wirklichkeit auf die Spur zu kommen und den eigenen Sinnesleistungen wieder zu vertrauen. Dies geschieht nur durch das Sprengen emotionaler Fesseln, die wir uns im Laufe des Lebens angelegt haben. Es bedingt daher mit Konventionen zu brechen und Tacheles zu sprechen, was meist zu Beginn ungewohnt, unbequem und nicht vertraut empfunden wird. Vereinfacht heisst es, Verantwortung tragen für ein selbstbestimmtes, gelingendes und menschliches Leben!

 

Bist du bereit dir selbst zu begegnen?

Alles Liebe Béatrice Schafer